 China: Vorsicht bei GeldüberweisungenSeit geraumer Zeit häufen sich bei den AHK Büros in China Anfragen deutscher Unternehmen bezüglich falscher Kontoinformationen von Lieferanten. Es scheint sich dabei um Hackerangriffe zu handeln, die per E-Mail gestellte Zahlungsanforderungen des Lieferanten abfangen und abgeändert mit gefälschten Kontoinformationen an den Käufer weiterleiten.Folgendes sollte daher beachtet / geprüft werden:- Stammt die Zahlungsforderung von der gleichen E-Mail Adresse, mit der auch vorher bereits Kontakt bestand?
- Selbst wenn dies der Fall ist, sollte besonders Vorsicht geboten sein, falls der Kontakt ohne SSL-Email Verschlüsselung läuft, was häufig bei kostenlosen E-Mail Anbietern wie „Yahoo“, „Hotmail“, „163.com“, „Sohu.com“ u.a. der Fall ist.
- Stimmen der Name des Kontoinhabers und der Ort des Bankkontos mit den ursprünglich übermittelten Kontakt- und Kontodaten des Lieferanten überein? Es sollten niemals Überweisungen an Privatkonten erfolgen.
- Ist der Schreibstil der E-Mail auffällig anders?
- Deckt sich die (Proforma)-Rechnung mit der von der Firma verwandten Schriftart, dem Stil und der Kontaktadresse?
- Im Zweifelsfalle sollten unbedingt der Eingang der Rechnung und Details der Rechnung vom Lieferanten telefonisch noch einmal bestätigt werden.
 Wenn Sie bereits eine Zahlung an ein falsches Konto getätigt haben, sollten Sie umgehend Kontakt mit Ihrer Bank aufnehmen! Sofern die Überweisung noch nicht auf der Gegenseite gebucht wurde, lässt sich die Transaktion beispielsweise noch abbrechen. Die Bank in China oder Hongkong kann in solchen Fällen leider selten helfen. Falls es für einen Abbruch der Transaktion schon zu spät sein sollte, kann eventuell nur noch über eine Strafanzeige bei den örtlichen Behörden etwas erreicht werden. |  |  Wie profitieren Unternehmen von der IHK?
Tomáš Metz ist Präsident der RWK Sokolov und berichtet über Europa.
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