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FAQs Arbeitsrecht -
nachgefragt bei Ihrer IHK für Oberfranken

Schnell und kompakt informieren möchten wir Sie als Personalverantwortlichen mit unserem Internetangebot „FAQ aus oberfränkischen Personalabteilungen“.

Fragen zu aktuellen arbeitsrechtlichen Themen, die Mitgliedsunternehmen an uns richten, beantworten wir in dieser Rubrik kurz und prägnant. Für Detailinformationen finden Sie Links zu ausführlichen Merkblättern.

Selbstverständlich sind wir aber auch im persönlichen Gespräch gerne Ihr Ansprechpartner. Sie erreichen uns unter: Tel. 0921 886-217, Ansprechpartner ist: Ass. jur. Stefan Cordes,
E-Mail cordes@bayreuth.ihk.de

Ferienjobs - Was muss ich bei der Beschäftigung von Schülern und Studenten beachten?

In der Ferienzeit wollen jedes Jahr viele Schüler und Studenten ihr Taschengeld durch einen Ferienjob aufbessern.

Wer darf arbeiten und wie lange?
Die Beschäftigung von Schülern, die noch nicht 18 Jahre alt sind, unterliegt den Regeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Voraussetzung für einen Ferienjob ist, dass der Schüler mindestens 15 Jahre alt ist. Bis zur Vollendung der Vollzeitschulpflicht (in Bayern nach 9 Schuljahren), ist die Ferienarbeit auf max. 4 Wochen im Kalenderjahr begrenzt. Dabei spielt es keine Rolle, wie diese 4 Wochen in den Schulferien eines Kalenderjahres verteilt werden.

Die Arbeitszeit darf für alle Schüler, die schon 15, aber noch nicht 18 Jahre alt sind, 8 Stunden am Tagund 40 Stunden pro Wochenicht überschreiten. Die Jugendlichen dürfen grundsätzlich nur an 5 Tagen in der Woche, nicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen und nicht zur Nachtzeit (20.00 - 06.00 Uhr) beschäftigt werden. Für bestimmte Branchen gelten Ausnahmen.

Ein Schüler darf grundsätzlich nur mit solchen Arbeiten betraut werden, die keine gesundheitlichen Gefahren in sich bergen und die seinem Leistungsvermögen Rechung tragen(z. B. keine Jobs in extremer Hitze, Kälte, Nässe, an gefährlichen Maschinen oder Akkord- bzw. Fließbandarbeit).

Brutto für Netto - wie viel darf verdient werden, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge fällig werden?
Ferienjobs sind so genannte kurzfristige Beschäftigungen und bleiben grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Dabei spielt die Verdiensthöhe keine Rolle. Allerdings darf die kurzfristige Beschäftigung höchstens 2 Monateoder insgesamt 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr dauern.

Auch aus Nachweisgründen ist es wichtig, dass Beginn und Ende des Beschäftigungsverhältnisses im Voraus vertraglich fixiert werden. Außerdem sollte sich der Arbeitgeber vom Schüler bzw. dessen Eltern schriftlich bestätigen lassen, ob der Schüler in diesem Jahr bereits einen Ferienjob angenommen hatte (wichtig für die korrekte sozialversicherungsrechtliche Beurteilung).

Läuft der Ferienjob länger, bleiben die Einkünfte nur dann sozialversicherungsfrei, wenn der Schüler oder Student nicht mehr als 400,- € im Monat verdient. Dann gelten die vereinfachten Minijob-Regeln - der Arbeitgeber zahlt in diesem Fall eine Pauschale für Sozialabgaben und Steuern. Übrigens: Die Lohnsteuer auf ihren Ferienverdienst können sich Schüler und Studenten am Jahresende in der Regel über die Einkommenssteuererklärung zurückholen.

“Vorpraktikum, Zwischenpraktikum, Aushilfsjob - Sonderregelungen für Studenten?
Einen guten Überblick zu Detailfragen im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Studenten gibt die Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "Praktika - Nutzen für Praktikanten und Unternehmen", die Sie hier herunterladen können.

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Ansprechpartner

Stefan Cordes

Stefan Cordes


Bereich Recht
Leiter Referat Arbeitsrecht und Wirtschaftsverwaltungsrecht
Zielgruppenbetreuer Dienstleistungen