Mit der Umstellung der Diplomstudiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse wächst das Interesse der Unternehmen an praxisnahen Ausbildungsgängen.
Eine Kombination von technischer oder kaufmännischer Berufsausbildung und einem Studium kommt aber nicht nur der Wirtschaft entgegen, auch die Studierenden profitieren von der Möglichkeit sowohl einen Berufsabschluss wie auch einen Studienabschluss gleichzeitig zu erwerben.
In Oberfranken wurde dieses seit Jahren bewährte Modell der Berufsausbildung weiterentwickelt. Die Studenten/-innen werden zur Ergänzung der berufspraktischen Ausbildungsphasen in einer Sonderklasse der Berufsschule beschult. Durch die homogene schulische Vorbildung auf Niveau des Abiturs/Fachabiturs kann dort auf allgemeinbildende Inhalte nahezu verzichtet werden. Dafür werden die Lehrpläne der Berufsschule und der Hochschule aufeinander abgestimmt und die für die beruflichen Abschlüsse relevanten Inhalte gestrafft und bereits in der Tiefe vermittelt, so dass diese im Studium angerechnet werden können.
Vorteile für die Unternehmen:
hochmotivierte und leistungsbereite Bewerber
zielgerichtete und passgenaue Entwicklung von hochqualifizierten Fachkräften aus der Praxis
hohe Bindung an das Unternehmen
keine Personalrekrutierungskosten
keine Fehlbesetzungen
Netzwerkbildung im Unternehmen während der Ausbildung
kein „Praxisschock", keine Einarbeitung erforderlich
Verzahnung von Theorie und Praxis durch Netzwerk Hochschule - Unternehmen
positives Unternehmensimage
Vorteile für die Bewerber:
wohnortnahe Berufs- und Hochschulausbildung
finanzielle Beweglichkeit durch Ausbildungsvergütung (Stipendium möglich)
zwei Abschlüsse bei Zeitersparnis von bis zu 1,5 Jahren
Anrechnung von Berufsschulinhalten im Studium
keine Suche nach Praktikumsstellen
hohes Entwicklungspotenzial im ausbildenden Unternehmen
Voraussetzungen:
allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
Berufsausbildungsvertrag mit Bildungsvertrag
Immatrikulationsbescheinigung
Vertragsrahmen:
Berufsausbildungsvertrag für die Zeitanteile der Berufsausbildung im Ausbildungsunternehmen, (Anspruch auf Ausbildungsvergütung, Zulassungsvoraussetzung für die IHK-Prüfungen), Bildungsvertrag für die Zeitanteile des Studiums (Stipendium möglich).
In den ersten 13 Monaten erfolgt die Ausbildung im Unternehmen und an der Berufsschule. Danach beginnt das Grundstudium an der Fachhochschule. In den Semesterferien des ersten bis vierten Semesters setzen die Studenten die betriebliche Ausbildung im Unternehmen und an der Berufsschule fort. Das fünfte Semester wird vollständig als Praxissemester im Ausbildungsbetrieb absolviert und wird gleichzeitig der Berufsausbildung zugerechnet. Am Ende des fünften Semesters erfolgt die IHK-Abschlussprüfung. Danach werden das sechste und siebte Semester an der Hochschule absolviert, die Semesterferien dienen zur Vorbereitung der Bachelor-Arbeit im Unternehmen.
Die Bayerische Ausbilderakademie ist ein Gemeinschaftsprojekt der bayerischen Industrie- und Handelskammern. Sie ist die Audit- und Zertifizierungsstelle für die Weiterbildung von betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern.
Die Ausbildungsplatzbörse der IHK unterstützt Unternehmen bei der Suche nach künftigen Auszubildenden und hilft Jugendlichen regional Lehrstellen zu finden.