IHK für Oberfranken Bayreuth

Konstituierende Sitzung des Berufsbildungsausschusses

In der konstituierenden Sitzung des Berufsbildungsausschusses der Kammer wurden Herr Michael von Hertell (REHAU AG, Rehau) und Herr Mathias Eckardt (DGB Region Oberfranken)  zu alternierenden Vorsitzenden gewählt. Der Vorsitz wechselt nach der Geschäftsordnung jährlich. Für das beginnende Sitzungsjahr 2019/2020 ist Herr Mathias Eckardt Vorsitzender. Dem Ausschuss gehören je sechs Beauftragte der Gruppe der Arbeitgeber, sechs Beauftragte der Gruppe der Arbeitnehmer und sechs Beauftragte der Gruppe der Lehrer an berufsbildenden Schulen sowie die jeweils gleiche Zahl an Stellvertretern an. Die Berufung in den Ausschuss erfolgt durch die Regierung von Oberfranken.
Die konstituierende Sitzung wurde durch den Geschäftsführer, Herrn Bernd Rehorz, eröffnet. Er beglückwünschte die Ausschussmitglieder zu ihrer Berufung und sprach gleichzeitig den Dank der Kammer für diese ehrenamtliche Tätigkeit aus. Er erläuterte die Aufgaben des Ausschusses und gab einen Überblick über die bisherigen Aktivitäten der Kammer in der beruflichen Bildung und Fortbildung sowie einen Ausblick auf die zukünftigen Aufgaben.
Bildung und Ausbildung werden sowohl ihres Beitrags zum sozialen Zusammenhalt, zur Entwicklung der Demokratie und zur Förderung des Individuums als auch wegen ihres Zusammenhangs mit der Sicherung des nationalen Wohlstands, der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und Erhalt der Natur immer wichtiger. Die Beobachtung internationaler Entwicklungen wird zu einer positiven Bewertung des Prozesses der Bildungsexpansion. Die in Deutschland in der Vergangenheit vollzogene Steigerung des Bildungs- und Qualifikationsniveaus ist keine Fehlentwicklung, sondern ein Gewinn. Das duale System der Berufsausbildung hat eine hohe Bedeutung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in der Region, ist im Ausland anerkannt und hat sich in der Vergangenheit als außerordentlich flexibel erwiesen. Für die Zukunft geht es vor allem um seine Bestands- und Qualitätssicherung und seine Weiterentwicklung. Die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses ist in einer Marktwirtschaft Bestandteil unternehmerischer Tätigkeiten. Die Betriebe führen die Berufsausbildung als eine gesellschaftliche Aufgabe unter öffentlicher Verantwortung durch. Der gesetzliche Rahmen hierzu bildet das Berufsbildungsgesetz.
Die Tätigkeit des Berufsbildungsausschusses sollte man nicht allein von seiner Rechtsstellung in seinem gesetzlichen und kammerrechtlich festgelegten Aufgabenbereich her betrachten. Ausschlaggebend für den Erfolg der Arbeit des Berufsbildungsausschusses, so Rehorz, dürfte vielmehr der gemeinsame Wille aller Beteiligten sein, die berufliche Bildung sowohl im Interesse der Auszubildenden und der an Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen Beteiligten als auch im Interesse der Gesamtwirtschaft zu fördern. Die Vergangenheit habe gezeigt, so Rehorz, dass der Berufsbildungsausschuss ein außerordentlich wichtiges Beratungsorgan der Kammer sei. Zu den vielen Aufgaben gehört auch die Beschlussfassung über Rechtsvorschriften, die nach dem Berufsbildungsgesetz für die Durchführung der Berufsausbildung erlassen werden müssen.
In der Sitzung beschäftigte sich der Ausschuss mit der Ausbildungsstellensituation im Kammerbezirk. Die demographische Entwicklung in den nächsten Jahren werde weiter Anlass geben, sich mit dem Ausbildungsmarkt intensiv zu befassen. Sorge bereiten derzeit die Jugendlichen, die aufgrund ihrer schulischen Leistungen und eingeschränkten intellektuellen Fähigkeiten der Stofffülle und der Komplexität vieler Berufe nicht gewachsen sind. Hinzu kommen nicht selten Motivationsprobleme und Defizite im Sozialverhalten. Hier bestehe besonderer Handlungsbedarf, um diesen Jugendlichen auch Qualifizierungschancen zu geben.
Dem Berufsbildungsausschuss gehören für die neue Wahlperiode vom 01. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 folgende Personen an:
Beauftragte der Arbeitgeber:
Mitglieder:
Michael Bitzinger, Hof; Michael Lang, Oberkotzau; Michael Möslein, Bad Staffelstein; Michael Stammberger, Hallstadt; Michael von Hertell, Rehau; Max-Josef Weismeier, Burgkunstadt.
Stellvertretende Mitglieder:
Franz Eller, Kirchenthumbach; Heinz Jahreiß, Bad Berneck; Wolgang Kunze; Glashütten; Bernhard Lemmink, Lichtenfels; Günter Steinhäuser, Ebermannstadt; Christian Wedlich, Bayreuth.
Beauftragte der Arbeitnehmer:
Mitglieder:
Tina Karimi-Krause, Bayreuth; Mathias Eckardt, Bamberg; Gerd Pfaff, Michelau i. Ofr.; Robin Schoepke, Münchberg; Benjamin Oster, Bamberg; Claas Meyer, Bamberg.
Stellvertretende Mitglieder:
Lena Zimmermann, Nürnberg; Regina Pleiner, Selb; Michael Heimler, Bayreuth; Patrick Bodenschatz, Selb; Andreas Held, Pegnitz; Ingelore Berghammer, Bayreuth.
Lehrer an berufsbildenden Schulen:
Mitglieder:
OStD Hans-Jürgen Lichy, Lichtenfels; OStD Pankraz Männlein, Bamberg; OStD Prof. Dr. Manfred Müller, Bayreuth; OStDin Monika Nestvogel, Münchberg; OStD Dr. Bernhard Nitsche, Selb; OStD Rudolf Schirmer, Kronach.
Stellvertretende Mitglieder:
OStD Martin Abt, Pegnitz OStDin Ruth Bankmann, Bamberg; OStD Alexander Battistella, Kulmbach; OStDin Elisabeth Bräunig, Forchheim; OStD Bernhard Grünewald, Bayruth; OStD Christian Käser, Bamberg.
Bernd Rehorz zeigte sich überzeugt, dass Ausbildung nicht nur die Existenz und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sichert, sie ist auch eine unverzichtbare Investition in die Zukunft. Ausbildung stärkt die regionale Wirtschaft, sie schafft Zukunftschancen für den beruflichen Nachwuchs. Das duale System mit seinen Vorzügen zu erhalten, weiterzuentwickeln und fit für die anstehenden Herausforderungen zu machen, ist ein Kernanliegen im deutschen Bildungswesen. Die Industrie- und Handelskammern setzen auf noch mehr Betriebsnähe, mehr Flexibilität, mehr Profile und eine hervorragende Qualität in der Ausbildungsleistung bei vertretbarem Kostenaufwand.
Gut ausgebildete Mitarbeiter sind und bleiben das Rückgrat der Betriebe. Eine gute Ausbildung schafft die Lebens- und Zukunftsperspektive, die die junge Generation benötigt. An deren Realisierung werden die Unternehmen, wird aber auch die Industrie- und Handelskammer wie bisher mit vielen Aktivitäten intensiv mitwirken.
Bernd Rehorz spricht den ausgeschiedenen Mitgliedern den Dank  der Geschäftsführung aus. Zum Abschied wurde eine Lithophanie überreicht.
Ausgeschieden sind:
Gruppe der Arbeitgeber:
Alexander Grüner, Stegaurach.
Gruppe der Arbeitnehmer:
Wolfgang Hasibether, Bayreuth
Gruppe der Lehrer an berufsbildenden Schulen:
OStDin Edith Franz, Hof; OStD Hans Ottmar Donnert, Marktredwitz