Studie BIHK und VBEW

Umfinanzierung EEG-Umlagekonto

Am Freitag, den 9. Dezember 2016 stellte der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK)  mit dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft die gemeinsame Studie "Alternative Finanzierung des EEG-Umlagekontos" vor. Die Studie wurde von der Ecofys Germany GmbH erstellt und liefert eine Gegenüberstellung verschiedener Lösungsansätze zur Finanzierung des EEG-Umlagekontos.
Im Rahmen der Studie wurden insgesamt neun verschiedene Umlagevarianten untersucht:
  • Reduzierung der Stromsteuer oder anderer Steuerbeiträge
  • Finanzierung über den Staatshaushalt
  • Finanzierung über den Emissionshandel
  • Einführung eines Streckungsfonds
  • Sektorübergreifende EEG-Umlage
  • Einführung einer Public Service Obligation
Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass durch die unterschiedlichen Umlagevarianten teilweise erhebliche Reduzierungen im Rahmen der Strompreise möglich sind, jedoch die Vor- und Nachteile der reinen Umlage auf andere Bereiche berücksichtigt werden müssen. Durch eine Mischform, also einer Kombination verschiedener Lösungsansätze, gäbe es die Möglichkeit die Belastungen gerechter zu verteilen.
Von der Bayerischen Staatsregierung wird besonders der Vorschlag zur Einführung eines Streckungsfonds favorisiert. Mit einer Decklung der EEG-Umlage auf 6,5 ct pro Kilowattstunde würde bis 2030 eine Kreditsumme von über 49 Milliarden Euro auflaufen. Die Belastungen für die Industrie liesen sich somit zumindest schnell minimieren. Aber eine Verlagerung der Kosten in die Zukunft wird von Seiten der IHK für Oberfranken Bayreuth kritisch gesehen.
Die Auswertung der weiteren Umlagevarianten finden in der Volltextversion der Studie.