31.01.2020

Oberfränkische Kfz-Zulieferer unter Druck

Exporte gehen spürbar zurück
In den ersten elf Monaten des Jahres sind die Exporte der bayerischen Kfz-Zulieferer spürbar gesunken, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth meldet. Von dieser Exportflaute sind auch die oberfränkischen Kfz-Zulieferer betroffen, so Sara Franke, Bereichsleiterin International bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. "Spürbar sind die Rückgänge vor allem beim Export in die USA, die Volksrepublik China, nach Mexiko, in die Tschechische Republik, Indien, Malaysia und Ungarn."
Wie aus Berechnungen der IHK auf der Basis von Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung hervorgeht, sanken die Exporte der bayerischen Kfz-Zulieferer bis einschließlich November gegenüber 2018 um 843,5 Millionen auf 13,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 5,9 Prozent entspricht. "Auf Oberfranken heruntergebrochen liegen zwar keine konkreten Werte vor, aber die Situation unserer Kfz-Zulieferer verläuft ähnlich wie in Bayern", so Franke. "Da aber die Kfz-Zulieferer in Oberfranken eine überdurchschnittliche Bedeutung haben, bekommt Oberfranken diesen Negativtrend bei den Exporten deutlich zu spüren." Mehr als jeder vierte Industriearbeitsplatz der Region entfällt auf die Kfz-Zulieferer.
Die größten Exportrückgänge aller 211 in der Statistik erfassten Warengruppen in Bayern entfielen auf Pkw (-1,05 Milliarden Euro), gefolgt von Kfz-Teilen (-843 Millionen Euro), Mineralölerzeugnissen sowie Lkw und Spezialfahrzeugen. Während der Pkw-Export seit September 2019 wieder wächst, verzeichnen die Kfz-Zulieferer seit Oktober 2019 im Vergleich zum Vorjahr einen deutlich höheren Exportrückgang. Franke: "Der rückläufige Export im Kfz-Bereich verhagelt die bayerische Exportbilanz. Bei den meisten anderen Produkten verzeichnet der Freistaat einen Exportzuwachs."