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Brexit – Wie geht es weiter?

Umsatzsteuer: BZSt gibt Hinweise zum Vorsteuer-Vergütungsverfahren im Fall eines harten Brexits

Brexit: EU-Kommission setzt „No deal“-Aktionsplan um und trifft Vorsorge unter anderem für Luftverkehr, Bürgerrechte und Finanzdienstleistungen

Das Vereinigte Königreich wird die Europäische Union in weniger als 100 Tagen verlassen.
Angesichts der anhaltenden Unsicherheit hat die Europäische Kommission mit der Umsetzung eines Aktionsplans für den Notfall begonnen. Dies steht im Einklang mit der Zusage der Kommission, bis Ende des Jahres alle erforderlichen Vorschläge für ein „No deal“-Szenario anzunehmen.

EU-Kommission veröffentlicht Entwurf für Brexit-Abkommen

Die EU-Behörde stellte das 585 Seiten lange Dokument für eine Austrittsvereinbarung am Mittwochabend ins Internet.

Die britische Regierung hatte am Abend den von Premierministerin Theresa May befürworteten Entwurf für ein Brexit-Abkommen nach stundenlangen Beratungen gebilligt.

Brexit-Verhandlungsführer Michel Barnier kann eine Empfehlung für die Einberufung eines Sondergipfels der EU-Staats- und Regierungschefs zum Brexit abgeben, auf dem das Verhandlungsergebnis gebilligt werden könnte. Termin für das Treffen wäre laut Diplomaten voraussichtlich der 25. November. Zuständig für die Einberufung von Gipfeln der Staats- und Regierungschefs ist EU-Ratspräsident Donald Tusk.

Am 30. März 2019 tritt Großbritannien aus der Europäischen Union aus. Ab diesem Zeitpunkt verliert das Land sein Stimmrecht in der EU. Die von Europäischen Union vorgeschlagene Übergangsfrist endet am 31.12.2020.

Was bedeutet das für Ihre Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien?

Spätestens ab dem ersten Januar 2021 wird Großbritannien zum Drittland. Niemand rechnet derzeit ernsthaft damit, dass bis zu diesem Zeitpunkt ein neues Abkommen zwischen der EU und Großbritannien ausgehandelt ist. Das bedeutet, dass die bisherigen Regelungen im EU-Binnenmarkt dann nicht mehr gelten. Haben Sie Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen in Großbritannien, kommen umfangreiche Änderungen auf Sie zu.

Auch wenn die verbleibende Zeit noch lang erscheint empfiehlt es sich, prüfen Sie bereits jetzt die bestehenden Geschäftsbeziehungen. Beginnen Sie dann mit den erforderlichen Anpassungen Ihrer betrieblichen Prozesse.

Was könnte das konkret sein?

  • Haben Sie bisher bereits Geschäftsbeziehungen zu Drittländern, werden Sie weniger Anpassungsbedarf haben, denn die dafür geltenden Regelungen sind Ihnen bekannt.
  • Wenn Sie jedoch bisher ausschließlich im EU-Binnenmarkt aktiv waren, kommen vielfältige Umstellungen auf Sie zu. Sie müssen auch Ihre Mitarbeiter mit diesen Regelungen vertraut machen und daraufhin schulen. Eventuell benötigen Sie neues Personal und eine Anpassung Ihrer IT-Prozesse, z.B. Warenwirtschaftssysteme.

Fragen, die Sie bedenken sollten:

  • Welche Dokumente sind erforderlich, wenn Sie dann Drittlandswaren ex- oder importieren?
  • Welche Zollsätze sind anzuwenden?
  • Ändert sich der Warenursprung, wenn Sie in Ihren Produkten Teile aus Großbritannien verbauen?
  • Ändern sich die anwendbaren Präferenzzollsätze?
  • Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Lieferbeziehungen?
  • Benötigen Sie eventuell andere oder zusätzliche Lieferanten?
  • Kommt es zu Kostensteigerungen in Ihrer Lieferkette?

Das erwartet Sie:

Es wird Zollkontrollen an der EU-Außengrenze zu Großbritannien geben. Abfertigungszeiten der Waren verlängern sich. Neue Regelungen in Transport und Logistik müssen ausgehandelt werden. Prüfen Sie Ihre vereinbarten Lieferfristen und verhandeln Sie diese mit Ihren Geschäftspartnern neu.

Der Brexit hat Auswirkungen auf weitere Bereiche, beispielsweise Gesellschaftsrecht (Ltd.), Produktzulassungen, Datenschutz , Personenfreizügigkeit und viele mehr. Bereiten Sie sich rechtzeitig vor.

DIHK-Erklärvideo: Was passiert nach dem Brexit?

Wo gibt es aktuelle Informationen?

Hier geht es zur IHK-Veranstaltung: "Brexit 2019: Der Countdown läuft."

Ansprechpartner

Sara Franke

Sara Franke


Leiterin Bereich International

Geschäftsführerin Außenhandelsausschuss
Cornelia Kern

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Stv. Leiterin Bereich International
Leiterin Referat EU-Fragen / Kooperationsprogramme
Leiterin Projekt Enterprise Europe Network (EEN)
Katrin Taepke

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Bereich International
Leiterin Referat Außenwirtschaftsveranstaltungen
Geschäftsführerin IHK-Gremium Kronach
Kreisgeschäftsführerin Wirtschaftsjunioren Kronach

News

01.03.2019
Großbritannien auch nach Brexit kein rechtsfreier Raum
16.01.2019
"No deal!"