Zurück zur Startseite
Zurück zur Startseite
Home> International> Der Blick in die Glaskugel der Weltwirtschaft

Der Blick in die Glaskugel der Weltwirtschaft

Wie entwickeln sich die Märkte weltweit?

Im aktuellen „AHK World Business Outlook 2015/2016“ sind die Rückmeldungen der jüngsten AHK-Umfrage von weltweit rund 2.500 Unternehmen zusammengefasst. Demzufolge blicken die Unternehmen weniger optimistisch in die Zukunft. Nur noch 46 Prozent der Betriebe rechnen mit höheren Umsätzen. Die zentralen Ergebnisse haben wir für Sie zusammengefasst:

Deutscher Export wächst schwach

Die deutschen Exporte werden im kommenden Jahr nur noch um 3,5 Prozent zulegen.

Weltwirtschaft: langsamere Gangart

Etliche Schwellenmärkte - z. B. in Südamerika, im Nahen und Mittleren Osten oder Russland - befinden sich in einer Krise. Das Schwergewicht China schlägt einen spürbar flacheren Wachstumspfad ein. Die einigermaßen robuste Entwicklung in den USA und Europa stützt das deutsche Ausfuhrgeschäft. Dieses kann die negativen Entwicklungen jedoch nur teilweise ausgleichen.

Reformfreudige Eurozonenländer profitieren

Die Eurozone sendet erfreuliche Wachstumssignale aus. Erstmals seit 2006 wachsen wieder aller Länder der Eurozone. Die reformorientierten Länder Spanien, Portugal, Irland und zuletzt auch Italien werden mit einer höheren Beschäftigung belohnt. Gerade in Italien sind die Unternehmen optimistisch. Damit lässt die Eurozone vorerst ihre Rolle als Sorgenkind hinter sich. Die Betriebe in den Eurozonenländern profitieren derzeit von einem schwächeren Euro, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zumindest kurzfristig verbessert. Allerdings hat sich auch in diesen Wirtschaftsregionen die Zuversicht geschmälert.

China schwächelt weiter

Das kräftige chinesische Wachstum der letzten Jahre kühlt sich weiter ab. Die Industrieproduktion und auch der Einzelhandelsumsatz wachsen langsamer. Der Export stagniert, sogar der Import verringert sich. Bei den Unternehmen macht sich verstärkt Unsicherheit breit. Bei Investitionen und Neueinstellungen wollen sich die Betriebe daher eher zurückhalten.

USA sind Hoffnungsträger

Die deutschen Unternehmen bleiben zwar optimistisch, jedoch werden sich die starken Zuwächse beim deutschen Export in die USA aus diesem Jahr (rund 20 Prozent) 2016 kaum wiederholen lassen. Denn sie waren in hohem Maße auf Wechselkursveränderungen begründet - die für 2016 so nicht erwartet werden. Alles in allem ist die Euphorie einer eher durchschnittlich guten Beurteilung gewichen. Dies spiegelt beim Blick auf die amerikanische Konjunktur auch die Vertagung des Zinsanstiegs durch die US-Notenbank wider.

Risiken nehmen zu

Die beiden Toprisiken für die Unternehmen haben im Vergleich zur Vorumfrage weiter an Relevanz gewonnen. Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen - wie beispielsweise protektionistische Maßnahmen zugunsten lokaler Betriebe oder neue bürokratische Hemmnisse – und die schwächelnde Nachfrage stellen Hindernisse ihrer Geschäftstätigkeit dar. Diese konkreten Konjunktursorgen ergeben sich auch aus der schwächelnden Wirtschaft in China, die sich auf andere Länder auswirken und damit zu einer globalen Wirtschaftskrise entwickeln kann.

Entwicklung in Regionen und Ländern

  • Weltwirtschaft verliert an Dynamik
  • Eurozone mit weniger Schwung
  • In Italien springt der Motor wieder an
  • Frankreich bereitet Sorgen
  • Niederlande auf Wachstumspfad
  • Großbritannien bleibt Zugpferd der EU
  • Polen, wirtschaftlicher Leuchtturm in Europa
  • Weitere Abkühlung in Russland
  • Bodenbildung in der Ukraine
  • Politische Unsicherheiten setzen der Türkei zu
  • China wird zum Sorgenkind der Weltwirtschaft
  • Indien auf dem Weg nach vorne
  • Südostasien kriselt in chinesischem Fahrwasser
  • Schwergewichte Japan und Südkorea straucheln
  • Widersprüchliche Signale aus Afrika und dem Nahen Osten
  • In Südafrika regiert das Prinzip Hoffnung
  • Ölpreisverfall setzt Nigeria zu
  • Ägypten stabilisiert sich
  • VAE erntet Früchte
  • Saudi Arabien braucht neuen ökonomischen Schwerpunkt
  • Iran: Zeichen stehen auf Wachstum
  • Nordamerika: Bestwerte bei der AHK-Umfrage
  • Auch Kanada ächzt unter niedrigen Rohstoffpreisen
  • USA: Warten auf den Zinsanstieg
  • Mexiko noch hinter den Erwartung zurück
  • Südamerika schwächelt weiter
  • Brasilien weiter in unruhigem Fahrwasser
  • Leichte Hoffnungsschimmer in Argentinien

Weitere Informationen und detaillierte Statistiken finden Sie im „AHK World Business Outlook 2015/2016“, den Sie auf unserer Website herunterladen können.

Quelle: AHK World Business Outlook 2015/2016, DIHK – Bereich Außenwirtschaftspolitik und –recht

1,67 MB
Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen

Ansprechpartner

Hans Kolb

Dr. oec. Hans Kolb


Leiter Bereich International

Geschäftsführer Außenhandelsausschuss
Cornelia Kern

Cornelia Kern


Stv. Leiterin Bereich International
Leiterin Referat EU-Fragen / Kooperationsprogramme
Leiterin Projekt Enterprise Europe Network (EEN)
Katrin Taepke

Katrin Taepke


Bereich International
Leiterin Referat Außenwirtschaftsveranstaltungen
Geschäftsführerin IHK-Gremium Kronach
Kreisgeschäftsführerin Wirtschaftsjunioren Kronach