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Geldwäsche

Vor-Ort-Kontrollen im KFZ-Handel geplant:
Regierung von Mittelfranken sensibilisiert Unternehmen für Geldwäscheprävention

Seit dem 1. Juli 2013 ist die Regierung von Mittelfranken zuständige Aufsichtsbehörde für Geldwäscheprävention im Nichtfinanzsektor in Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben und der Oberpfalz. Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Sensibilisierung von Unternehmen für die Geldwäscheprävention.

Bei der Geldwäsche werden auf unterschiedlichen Wegen illegal erwirtschaftete Vermögenswerte in den legalen Wirtschafts- und Finanzkreislauf eingeschleust. Ziel ist, die wahre Herkunft zu verschleiern. Dabei wird meist versucht, diese Vorgänge gut zu tarnen und sie so darzustellen, dass sie nicht ohne weiteres von alltäglichen Geschäften und Transaktionen unterschieden werden können.

Zur Aufklärung von Geldwäschevorgängen sind die Behörden deshalb auf weiterführende Informationen und die Zusammenarbeit mit den Unternehmen angewiesen. Das Geldwäschegesetz setzt hier an und verpflichtet viele Unternehmen – egal ob klein oder groß – zur Mitwirkung bei der Geldwäschebekämpfung.

Wichtige Hinweise werden bei der Geldwäscheprävention u.a. von Kfz-Händlern, Juwelieren oder Immobilienmaklern erwartet. Denn sie haben besondere Sorgfaltspflichten zu erfüllen und müssen bei so genannten Auslösetatbeständen tätig werden, wie bei Geschäftsbeziehungen, über die größere Bargeldbeträge abgewickelt werden. So muss bei Geschäften ab einem Wert von 15.000 Euro je Geschäftsvorgang (bei gestückelten Zahlungen gilt die Gesamtsumme) die Identität des Kunden dokumentiert werden. Zudem werden Überwachung, Dokumentation und Speicherung der Geschäftsdaten für fünf Jahre gefordert.

Durch die Einhaltung von Sorgfaltspflichten und internen Sicherungsmaßnahmen werden nicht nur erhebliche volkswirtschaftliche Schäden vermieden, sondern es liegt auch im Interesse der verpflichteten Unternehmen, ihren guten Ruf zu bewahren.

Sollten Unternehmen feststellen, dass Tatsachen auf Geldwäsche schließen lassen, muss dies unverzüglich der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft, dem Bundeskriminalamt und dem Landeskriminalamt mitgeteilt werden.

Die Regierung von Mittelfranken weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass sie im Rahmen ihrer Kontrollfunktion in den nächsten Wochen erste Vor-Ort-Kontrollen im Kfz-Handel durchführen wird. Dabei sollen die Händler zunächst in erster Linie für das Thema Geldwäscheprävention sensibilisiert und beraten werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 20.08.2013, Regierung von Mittelfranken

Weitere Informationen zur Geldwäscheprävention erhalten Sie auf der Internetseite der Regierung von Mittelfranken unter:

Finanzanlagenvermittler

Hier finden Sie Informationen zu den Antragsunterlagen, zum Erlaubnis- und Registrierungsverfahren und zur Sachkundeprüfung Finanzanlagenfachmann/-frau (IHK).

Ansprechpartner

Stefan Cordes

Stefan Cordes


Stv. Leiter Bereich Recht und Steuern
Leiter Referat Arbeitsrecht und Wirtschaftsverwaltungsrecht
Branchenbetreuer Dienstleistungen