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HOLZ VON HIER - das Umweltzeichen für die Holzwirtschaft

Die gemeinnützige Initiative "Holz von Hier" mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel trifft den Kern und Nerv wichtiger Zielgruppen und Megatrends unserer Zeit, wie »Green« (Ökologie, Umwelt, Natürlichkeit, Nachhaltigkeit) und »Authentizität und Individualisierung« (Regionalität, Transparenz). Viele Kunden werden immer kritischer und bewusster beim Einkauf. Diese neue "Superzielgruppe" (Lohas - Lifestyles of Health and Sustainability) umfasst potentielle Kunden für hochwertige Holzprodukte aus regionalen Quellen, denn diese legen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit, Ökologie und Qualität und sind sogar bereit, für entsprechende Produkte mehr Geld auszugeben. Aber sie sind auch anspruchsvoll und wollen Nachweise über das, was Anbieter versprechen.

Bei Holzprodukten geht es dabei um mehr, als dass das Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Wie zahlreiche Marktstudien belegen, ist vor allem der Aspekt regionaler Herkunft der Produkte ein wichtiges Thema für diese neuen Zielgruppen. Etwa 70-80% aller Konsumenten würden regionale Produkte bevorzugen (Trendstudie Otto-Group 2013, Forsa Umfrage 2012 u.a.). Mit "Holz von Hier" gibt es erstmals ein Instrument, um diese wachsende Nachfrage für die gesamte Wertschöpfungskette Holz in Wert zu setzen. Mit dem Umweltzeichen "Holz von Hier" werden besonders klima- und umweltfreundliche Holzprodukte ausgezeichnet, vom Schnittholz und Bauholz, über Holzbauten bis hin zu Möbeln und Innenausbau, aber auch Holz für den Außenbereich und Energieholz.

Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft können dieses Umweltzeichen in ihrem Marketing nutzen und sich als nachhaltig orientierter Betrieb positionieren. Dass hiervon Betriebe profitieren, die unmittelbaren Kontakt zu Endkunden haben, ist evident und naheliegend. Von Bedeutung ist die Initiative Holz von Hier mit dem Umweltzeichen aber auch für die Hersteller und Lieferanten von Werkstoffen und Vorprodukten wie z.B. Schnittholz, die selbst in der Regel keinen Kontakt zu Endkunden haben und somit oftmals kaum von Nachfrageimpulsen profitieren. Ein deutliches Beispiel hierfür ist die Tatsache, dass aktuell der Holzbau boomt ohne dass diese Nachfrage und Wertschöpfung bei der Sägeindustrie ankommt. Ein Grund hierfür ist, dass das Holz für die steigende Nachfrage nach Bauholz vermehrt auch aus dem Ausland kommt. Hieran ändern auch z.B. Waldlabel nichts, da es internationale Label sind und entsprechend zertifiziertes Bauholz auch aus dem Ausland kommen kann. Dies ist bei dem Umweltzeichen und Zertifizierungssystem "Holz von Hier" anders. Verlangen Kunden, seien es private oder die öffentliche Hand, für Holzprodukte einen Nachweis nach Holz von Hier, so sind die Dienstleister und Anbieter daran gebunden, das Holz für die Produkte auch aus regionalen Quellen zu beziehen. Holz von Hier trägt damit neben den wichtigen Zielen Klima-, Ressourcen- und Biodiversitätsschutz auch zur Förderung der regionalen Wertschöpfung entlang der gesamten Verarbeitungskette von Holz bei.

Die Vermarktungsstrategie und das Umweltzeichen "Holz von Hier" mit Zertifizierungssystem wurde unter Beteiligung der Branche Forst und Holz entwickelt, um maximale Praxistauglichkeit zu gewährleisten. Durch das nationale Kuratorium und die beteiligten Fachbeiräte sind Stakeholder aus Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft dauerhaft an den Entscheidungsprozessen beteiligt. Ein Partnernetzwerk aus Organisationen, Institutionen und Einrichtungen unterstützt die Initiative in den Themen der Umweltkommunikation.

"Holz von Hier" ist ein echtes Umweltzeichen ISO Typ 1, dennoch entfällt eine komplizierte und aufwändige Einführung eines Managementsystems sowie eine zeitraubende jährliche Betriebsprüfung und damit auch entsprechende Kosten. Dies ist möglich durch ein innovatives elektronisches Controllingsystem, dass die Stoffflusskontrolle übernimmt. Teilnehmende Betriebe benötigen lediglich einen Internetzugang. Zudem verlangt eine Zertifizierung nach Holz von Hier keine Umstellung der Produktion im Betrieb. Mit einer entsprechenden Holz von Hier Urkunde werden nicht die Betriebe an sich, sondern konkrete einzelne Produkte ausgezeichnet, die den Kriterien entsprechen. Daher müssen sich die Firmen auch nicht komplett auf neue Verfahren einstellen, sondern können einfach ihr Portfolio erweitern.

"Holz von Hier" wurde, obwohl noch jung, bereits von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR),dem Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums, aus etwa 300 europäischen Umweltlabeln, zusammen mit 8 weiteren, als für die nachhaltige Beschaffung relevantes Label ausgewählt und empfohlen (siehe http://beschaffung.fnr.de). Auch Spitzenverbände auf der Kundenseite empfehlen "Holz von Hier", wie beispielsweise der Deutsche Landkreistag (DLT), der Bund deutscher Innenarchitekten (BDIA), die Verbraucherinitiative Deutschland (z.B. www.label-online.de) und andere. Da "Holz von Hier" VOB-konform ausschreibungsfähig ist, können Lieferanten damit auch von öffentlichen Ausschreibungen profitieren, denn inzwischen fordern manche Gemeinden und Städte, dass bei Bauwerken besonders klimafreundliches Holz verwendet wird. So wurden beispielsweise inzwischen bereits mehrere öffentliche Vorzeigebauten mit dem Zertifikat "Holz von Hier" ausgezeichnet. Holz von Hier berät zudem Kommunen kostenfrei zur Ausschreibung von Umweltaspekten bei öffentlichen Bauten.

HOLZ VON HIER: gemeinnützige Initiative mit nationalem Kuratorium, Fachbeiräten und Expertenpanel sowie offenem Partner- und Betriebsnetzwerk. Wer sich über "Holz von Hier" und die Möglichkeiten für eine Teilnahme bzw. Nutzung informieren möchte, kann sich an die IHK, Abteilung Innovationen und Umwelt wenden, oder direkt an HOLZ VON HIER Service und Management gGmbH, info@holz-von-hier.de; www.holz-von-hier.de; Neuenreuth 24, 95473 Creußen, Tel.: 09209.9189751 oder 0179.4105693. Ihre Ansprechpartner sind Gabriele Bruckner und Philipp Strohmeier.

Ansprechpartner

Frank Lechner

Frank Lechner


Bereich Innovation.Unternehmensförderung
Leiter Referat Umwelt/Energie