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11.06.2015

IHK-Konjunkturtrend Bayreuth: Unternehmer in Hochstimmung

Erwartungen der Wirtschaft ziehen weiter an

Die Stimmung bei den Bayreuther Unternehmen wird besser und besser. Der IHK-Konjunkturklimaindex steigt nochmals um einen Punkt auf nun 131 Punkte. „Das ist der zweithöchste Wert im Kammerbezirk“, freut sich Oliver Gießübel, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth. „Die Unternehmen in der Region Bayreuth geben zum wiederholten Mal ein solch gutes Stimmungsbild wieder.“ Nicht nur die aktuelle Geschäftslage stellen die Unternehmer positiv dar, „auch die Erwartungen an die kommenden Monate wurden nochmals besser“, so der Vizepräsident.

Die Bayreuther Unternehmer sind positiv gestimmt. 49 Prozent der Befragten geben eine gute Geschäftslage an. Demgegenüber stehen nur neun Prozent, die ihre aktuelle Situation schlecht bewerten. „Im Saldo ist das ein ganz starker Wert, der die Wirtschaftskraft der Region dokumentiert“, fasst Gießübel zusammen. Getragen wird diese Einschätzung durch die gute Entwicklung des Auftragsvolumens im In- und Ausland. „Gerade die Entwicklungschancen auf den ausländischen Märkten nehmen unsere heimischen Betriebe wahr. Hier haben viele Befragte Zuwächse erwirtschaftet können.“ Beste Möglichkeiten bieten nach Aussage der befragten Unternehmen die europäischen und asiatischen Märkte – und so können die Unternehmen auch einen hohen Auslastungsgrad vermelden. 85 Prozent geben eine volle oder eine befriedigende Auslastung an.

Niedriger Zins und Ölpreis unterstützen regionale Wirtschaft

Die Exporte werden weiter durch den niedrigen Euro begünstigt. Hohe Beschäftigenzahlen, niedrige Zinsen und arbeitnehmerfreundliche Tarifabschlüsse sprechen dafür, dass auch die Inlandsnachfrage weiter anziehen wird. „Die gute Inlandsnachfrage könnte sich allerdings als instabil herausstellen, sobald Zinsen oder Ölpreise wieder anziehen", erläutert Wolfram Brehm, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth.

Für die kommenden Monate stehen die Zeichen auf Grün

An das kommende Jahr haben die Unternehmer aus der Region Bayreuth überwiegend positive Erwartungen. 33 Prozent prognostizieren eine sich verbessernde Geschäftssituation, dagegen geben elf Prozent der Befragten an, die Geschäftslage werde sich in den kommenden Monaten verschlechtern. Das ist der zweitbeste Wert im Bezirk der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth. „Auch künftig rechnen unsere Unternehmen mit guten Geschäften“, sagt Gießübel.

Diese Bewertung wird durch die Einschätzungen zur Entwicklung der Auftragsvolumen gestützt. „Die Wirtschaft in Bayreuth erwartet steigende Umsätze im In- und Ausland“, so der Vizepräsident. Die Unternehmen wollen auf dem Binnenmarkt und den ausländischen Märkten gleichermaßen stark zulegen: „Ein Wachstum, das auf einem breiten Fundament steht.“ Und so rechnen auch für die kommende Zeit 85 Prozent der Befragten mit einer vollen beziehungsweise befriedigenden Auslastung.

Zukunft gestalten – Risiken beachten

Obwohl die Inlandsnachfrage anzieht, schätzen 53 Prozent der oberfränkischen Unternehmen diesen durch die Politik des billigen Geldes unterstützten Trend als labil ein. „Man kann Zweifel daran haben, dass die geldpolitisch getriebene Binnennachfrage einen nachhaltigen Effekt hat“, so Christi Degen, Hauptgeschäftsführerin der IHK für Oberfranken Bayreuth. Die Konsumlaune lenkt von strukturell wichtigen Maßnahmen ab, politische Reformen könnten verschleppt werden. Zudem werden der Wirtschaft bürokratische Belastungen wie das Mindestlohngesetz aufgebürdet. „Knapp 50 Prozent der oberfränkischen Unternehmen sehen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein unternehmerisches Risiko. Das sollte der Politik zu denken geben“, so Degen.

Bayreuther Wirtschaft nimmt Geld in die Hand

Diese Einschätzung hält die Bayreuther Wirtschaft aber nicht davon ab, weiterhin im Inland zu investieren. „Zum wiederholten Mal will der Großteil der regionalen Unternehmen seine Investitionen steigern. Ein tolles Statement der Wirtschaft zum Thema Standorttreue“, unterstreicht Gießübel. Aber es wird nicht nur investiert. Die Unternehmen wollen in den kommenden zwölf Monaten auch weitere Mitarbeiter einstellen. Die Planungen der Betriebe lassen im Saldo mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahl in Stadt und Landkreis Bayreuth rechnen.

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Ansprechpartner

Malte Tiedemann

Malte Tiedemann


Bereich Standortpolitik
Leiter Referat Standortinformation und -marketing, Tourismus
Branchenbetreuer Tourismus
Sandra Heck

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Branchenbetreuer Tourismus

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