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Megatrends im Welthandel: Das Wachstum der Zukunft findet außerhalb Bayerns statt

Die bayerischen Industrie- und Handelskammern haben gemeinsam mit dem ifo-Institut an der Universität München die Megatrends im Welthandel unter die Lupe genommen. Die Chancen und Herausforderungen für die bayerische Wirtschaft fassen sie in ihrem knapp 50 Seiten starken Dokument wie folgt zusammen:

Exportmärkte

Die Bedeutung Asiens als zukünftiger Exportmarkt ist für bayerische Unternehmen kaum zu unterschätzen. Die Größe von Ländern wie China oder Indien bedeutet, dass an diesen Ländern kein Weg vorbeigeht. Gleichzeitig bleiben aber auch die klassischen Handelspartner Deutschlands, allen voran die USA und Großbritannien, aber auch andere OECD-Mitglieder wie Korea oder die Türkei bedeutende Märkte für bayerische Unternehmen. Die Analyse zeigt auch, dass Russland für die bayerische Exportwirtschaft einen extrem interessanten Markt mit erheblichem Potenzial darstellt.

Beschaffungsmärkte

Langfristig gesehen sollten Absatz- und Beschaffungsmärkte wirtschaftspolitisch gemeinsam betrachtet werden, denn die Länder mit starkem Wirtschafswachstum werden sowohl für die bayerischen Exporte als auch für die Importe die Märkte der Zukunft darstellen. Der Trend zu einer nachhaltigen Wirtschaft wird insbesondere dazu beitragen, dass Rohstoffe in industriellen Vorprodukten voraussichtlich weniger importiert werden.

Produktionsstandorte

Das Wachstum der Welt-Erwerbsbevölkerung bis 2050 wird zu 28 % auf Indien zurückzuführen sein; einerseits aufgrund der Demografie des Landes, andererseits aber auch aufgrund einer zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen. Als nächstes folgen Nigeria, Tansania, Äthiopien, Pakistan und Indonesien. Diese Staaten haben ein hohes politisches Risiko. Allerdings zeigt sich, dass die deutschen Auslandsdirektinvestitionen stärker in risikoreiche Länder gehen. Dies ist zur Sicherung guter Ausgangspositionen auch wichtig.

Exportsektoren

Die unterschiedlichen Sektoren der bayerischen Exportwirtschaft profitieren vom Wachstum im Ausland auf ganz unterschiedliche Weise: So ist für den wichtigen Fahrzeugbereich die Marktgröße im Ausland ausschlaggebend, während der Maschinenbau auch vom Bevölkerungswachstum profitiert. Die meisten Sektoren, allen voran der Bereich Pharma, aber auch Wirtschaftszweige, in denen Bayern in den letzten Dekaden Marktanteile verloren hat, steigern ihre Exporte, wenn das Prokopfeinkommen im Ausland steigt. Vereinfachend gesagt ist qualitatives Wachstum für die bayerischen Exporteure besser als quantitatives Wachstum.

Welthandelssystem

Die Anzahl der Freihandelsabkommen der EU und weltweit nimmt immer mehr zu. Das bedeutet einerseits, dass sich für bayerische Unternehmen neue Chancen in Märkten außerhalb der EU auftun. Andererseits steigt sowohl in den Drittstaaten als auch in Bayern der Wettbewerbsdruck.

Weltwährungssystem

In Zukunft ist mit höherer Volatilität auf den internationalen Währungsmärkten zu rechnen. Außerdem wird der Euro auf absehbare Zeit seine Rolle als internationales Transaktionsmedium nicht wesentlich ausbauen können.

Ansprechpartner

Cornelia Kern

Cornelia Kern


Stv. Leiterin Bereich International
Leiterin Referat EU-Fragen / Kooperationsprogramme
Leiterin Projekt Enterprise Europe Network (EEN)
Katrin Taepke

Katrin Taepke


Bereich International
Leiterin Referat Außenwirtschaftsveranstaltungen
Geschäftsführerin IHK-Gremium Kronach
Kreisgeschäftsführerin Wirtschaftsjunioren Kronach