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10.07.2015

Oberfränkische Denkfabrik für Innovation

IHK gründet deutschlandweit einmaliges Gremium

Die IHK für Oberfranken Bayreuth hat als erste Industrie- und Handelskammer in Deutschland einen Fachausschuss für Innovation ins Leben gerufen. Zur konstituierenden Sitzung kamen die Mitglieder am Donnerstagabend in Bayreuth zusammen. „Innovation bedeutet, sich bereitzumachen für die Zukunft. Für große und kleine Betriebe ist es gleichermaßen wichtig, sich mit neuen Entwicklungen auseinanderzusetzen“, sagte IHK-Vizepräsident Dr. Heinrich Strunz. Die Mitglieder wählten den Unternehmer einstimmig zum Vorsitzenden des Ausschusses, IHK-Vizepräsident Hans Rebhan wurde – ebenfalls einstimmig – zum Stellvertreter gewählt.

Das Gremium soll Denkfabrik und Ideenschmiede zum Thema Innovation in Oberfranken sein, das wünscht sich IHK-Hauptgeschäftsführerin Christi Degen. Der Innovationsausschuss soll dazu beitragen, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zu intensivieren. Als Interessenvertretung für die Unternehmer soll er für bessere Rahmenbedingungen eintreten und Oberfranken als Innovationsstandort hervorzuheben.

Trunk: „Brauchen eine Gesellschaft 4.0“

Die Innovationskraft Oberfrankens zu stärken tut Not, will die Region mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt halten. „Mit der Gründung des Innovationsausschusses nehmen wir eine Vorreiterrolle in Deutschland ein“, sagte IHK-Präsident Heribert Trunk. Für ihn ist die Zukunftsfähigkeit des Standortes eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Wir brauchen nicht nur die Industrie 4.0, sondern eine Gesellschaft 4.0“, so der IHK-Präsident. Das Thema ist aktueller denn je: Gerade hat die Studie „Bayerns Zukunftstechnologien“ Sorgen um die künftige Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft laut werden lassen. So lobt der Urheber der Studie, der Zukunftsrat der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), zwar die Kompetenz beim Kraftwagen- und Maschinenbau. Die Konzentration auf diese Branchen berge aber gleichzeitig die Gefahr konjunktureller Einbrüche, wenn technologische Trends nicht früh genug umgesetzt würden.

Kooperation mit Forschungseinrichtungen ausbauen

Die Bedeutung von Innovation haben oberfränkische Unternehmen erkannt: In einer Umfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth sagen 87 Prozent der Betriebe, dass neuartige Produkte und Verfahren wichtig oder sehr wichtig seien. Doch nur 68 Prozent treiben deren Entwicklung tatsächlich voran, und nur 27 Prozent aller Innovationsprojekte finden zusammen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen statt. „Eine verkannte Chance“, bilanziert Degen, „die gerade kleine und mittelständische Unternehmen viel häufiger ergreifen sollten“. Konkret soll es daher in der Arbeit des Ausschusses etwa darum gehen, Fördermöglichkeiten transparent zu machen, Unternehmen mit Forschungseinrichtungen zusammenzuführen und Beratung zur Unterstützung der Unternehmen bei der Digitalisierung anzubieten.

Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sieht auch Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl als essentiell an. Die IHK hatte den Generaldirektor des Deutschen Museums München für einen Impulsvortrag gewinnen können. „Der Wohlstand Deutschlands hängt davon ab, ob es uns auch künftig gelingt, Innovationen zu Exportgütern zu machen“, sagte Heckl.

Bildunterschrift (v.l.): stellvertretender Ausschussvorsitzender Hans Rebhan, IHK-Hauptgeschäftsführerin Christi Degen, Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Ausschussvorsitzender Dr. Heinrich Strunz.

Ansprechpartner

Wolfgang Bühlmeyer

Dr. rer. nat. Wolfgang Bühlmeyer


Leiter Bereich Innovation.Unternehmensförderung

Geschäftsführer IHK-Gremium Hof
Branchenbetreuer Industrie
Geschäftsführer Innovationsausschuss und Umwelt- und Energieausschuss
Sandra Peter

Sandra Peter


Referentin der Hauptgeschäftsführung

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