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21.02.2018

Zweite Chance für Studienaussteiger

IHK für Oberfranken Bayreuth unterstützt Studienaussteiger bei Lehrstellensuche

Der demografische Wandel, aber auch die steigende Studienneigung, machen den Unternehmen bei der Lehrstellensuche schwer zu schaffen. Dem steht eine hohe Zahl von Studienaussteigern gegenüber. Die IHK für Oberfranken Bayreuth berät Studienabbrecher bei ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung verlassen 29 Prozent aller Bachelorstudenten die Hochschule ohne Abschluss. Mangelnde Informationen zum Studium, falsche Vorstellungen zum Studiengang oder nicht bestandene Prüfungen sind die Hauptgründe, ein Studium abzubrechen.

"Zusammen mit den Universitäten und Hochschulen in Oberfranken möchten wir diese jungen motivierten Menschen für die regionale Wirtschaft gewinnen, ihnen eine Perspektive geben", so Bernd Rehorz, Bereichsleiter Berufliche Bildung bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. "Sie bringen bereits etliche Kenntnisse und Fähigkeiten mit und können schnell Fach- und Führungsaufgaben übernehmen. Das Interesse der Unternehmen an dieser Zielgruppe ist deshalb groß."

Bereits heute fehlen rund 19.000 Fachkräfte in Oberfranken, davon über 17.000 beruflich Qualifizierte und nur knapp 2.000 akademisch Qualifizierte. "Damit Unternehmen ihren Bedarf an Nachwuchskräften decken können, sind Studenten, die ihr Studium nicht beenden wollen oder können, eine begehrte Zielgruppe", so Gerd Sandler, IHK-Fachkräftereferent. "Hier setzt die IHK den Hebel an. Mit einer ausführlichen Beratung, Berufsorientierung, Kompetenzfeststellung und Vermittlung in Kooperation mit Hochschulen und Universitäten sowie den Arbeitsagenturen, können Studienaussteiger so neu durchstarten."

IHK berät Studienaussteiger

Studienaussteiger, die eine Ausbildung beginnen möchten, werden seitens der IHK für Oberfranken Bayreuth individuell beraten. Dazu IHK-Qualifizierungsberaterin Andrea Wild: "Gemeinsam suchen wir nach einem passenden Weg für die berufliche Bildung. Natürlich werden dabei auch die Möglichkeiten für eine verkürzte Ausbildung aufgrund der vorhandenen Kenntnisse oder für eine Weiterbildung geprüft." Regelmäßige Sprechstunden für Studienaussteiger werden in den IHK-Bildungszentren in Bamberg, Bayreuth und Hof sowie am IHK-Bildungsstandort Kronach angeboten.

Gezielte Ansprache von Studenten

Im Rahmen einer IHK-Fachveranstaltung mit Fachleuten aus den Hochschulen und den Unternehmen stellt Prof. Dr. Franz Xaver Boos, Dekan der Wirtschaftsfakultät an der Hochschule Hof, das "MINT-Lenkrad" vor. Damit sollen Studieninteressierte bei der Orientierung unterstützt und Studenten im gesamten Studium, vor allem aber in der Studieneingangsphase, aktiv begleitet werden. Hinzu komme das "Noten-Monitoring-Programm". Ziel der Maßnahmen ist es, vom Abbruch gefährdete Studenten gezielt anzusprechen, um Möglichkeiten zu erörtern, dem Abbruch des Studiums rechtzeitig entgegenzuwirken.

Aus Sicht von Boos gehen von der Politik falsche Signale aus. Studentenzahlen sichern die Finanzierung der Hochschulen und Universitäten, diese werden dazu animiert, möglichst viele Studienanfänger zuzulassen. Durchhaltvermögen und Interesse am Studiengang bleiben außen vor. Ein Finanzierungssystem, gemessen an der erfolgreichen Abschlussquote sei einem System nach Köpfen vorzuziehen.

Links:
https://www.bayreuth.ihk.de/Lehrstellenboerse.htm
https://www.bayreuth.ihk.de/Studienaussteiger.htm

Ansprechpartner

Gerd Sandler

Gerd Sandler


Bereich Berufliche Bildung
Leiter Referat Fachkräfte
Peter Belina

Peter Belina


Stv. Leiter Bereich Kommunikation

Geschäftsführer IHK-Gremium Lichtenfels
Geschäftsführer Wirtschaftsjunioren Oberfranken
Kreisgeschäftsführer Wirtschaftsjunioren Lichtenfels

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