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23.06.2017

Oberfränkischer Mittelstand im Visier von Cyberkriminellen

Auch kleine Unternehmen müssen sich schützen

Chaos auf dem Londoner Flughafen Heathrow: Ein weltweiter Computerausfall bei einer großen britischen Fluggesellschaft führt dazu, dass weltweit einige 1.000 Flüge ausfallen. Bereits einige Monate zuvor haben Hacker bei über 500 Millionen Kunden eines US-amerikanischen Anbieters Zugangsdaten und Passwörter für den kostenfreien E-Mail-Account gestohlen. Fälle wie diese schaffen es schnell in die Schlagzeilen. Das eigentliche Drama spielt sich aber in den zigtausendfachen täglichen Cyber-Angriffen auf kleine und mittlere Unternehmen ab, ein Drama, das sich eher im Verborgenen abspielt. Eines, das aber für die Betroffenen nicht ohne Folgen bleibt, in Extremfällen sogar die Existenz des Unternehmens bedroht.

Wie sich kleinere Unternehmen gegen Cybercrime schützen können, das klärt der gemeinsame Workshops "IT-Sicherheit für 0,- Euro: Ein Mythos oder Wirklichkeit?" der IHK für Oberfranken Bayreuth, der Handwerkskammer für Oberfranken und der Wirtschaftsregion Hochfranken am Donnerstag, 29. Juni, von 17 bis 19 Uhr im Pavillon der Münch-Ferber-Villa (Münch-Ferber-Straße 1, 95028 Hof).

Etwa, wenn ein Mitarbeiter sich etwas dazu verdienen will und die Pläne für ein neues Produkt an den Konkurrenten weitergibt. Oder, wenn der Internetauftritt eines Online-Shops gehackt wird und der Betreiber keinen Zugang mehr hat auf Kunden-, Zahlungs- und Bestelldaten. Oder wenn eine gefälschte E-Mail eines großen Lieferanten eine Zahlungsaufforderung enthält, verbunden mit dem Hinweis auf eine neue Bankverbindung. Oder der Einsatz von Ransomware, die die eigenen Daten unbrauchbar macht. Für betroffene Unternehmen ein GAU. "Solche Cyber-Attacken sind keine Phantasien, sondern realer Alltag im oberfränkischen Mittelstand", so Peter Wilfahrt, bei der IHK verantwortlich für die Themen 'Digitalisierung und IT-Sicherheit'. "Längst ist der Mittelstand im Visier der Cyber-Kriminellen."

Zunehmende Digitalisierung und Vernetzung erhöht Gefährdung

Umso wichtiger sei es, sein Unternehmen zu schützen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist dies eine besondere Herausforderung, da es hier meist keine Mitarbeiter oder Fachabteilungen gibt, die solche Gefahren laufend im Blick haben. "IT-Sicherheit kommt deshalb oft erst dann auf die Tagesordnung, wenn es schon zu spät ist", berichtet auch Dieter Opel, Beauftragter für Innovation und Technologie an der HWK für Oberfranken. "So benennt nur jedes zweite Unternehmen laut einer Studie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik einen IT-Verantwortlichen." Im jüngsten Lagebericht des Bundesamtes wird die neue Qualität der Gefährdung deutlich, die sich durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung ergibt.

Unternehmen im Visier der Kriminellen

Jedes Unternehmen bietet viele Angriffsflächen, etwa bei den Unternehmensdaten, bei mobilen Geräten, E-Mails, sozialen Netzwerken oder beim Online-Banking. "Deshalb spielt auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter eine wichtige Rolle", so Andreas Ernstberger von der ProComp Professional Computer GmbH. "Ohne die Sensibilisierung der Mitarbeiter fehlt der IT-Sicherheit im Unternehmen ein elementarer Bestandteil." Sichere Kennwörter gehören aus seiner Sicht genauso wie Software-Updates und Offline-Backups zu den elementaren Bestandteilen der IT-Sicherheit. Der Basisschutz sei aus seiner Sicht tatsächlich ohne Finanzaufwand zu betreiben, "…die notwendige Zeit dafür muss man aber natürlich schon mitbringen", so Ernstberger.

Wie sich kleine und mittelständische Unternehmen besser gegen Cybercrime schützen können, steht im Mittelpunkt des kostenlosen Workshops. Drei Referenten, neben  Ernstberger, Gerhard Kiesl von Kiesl4IT und Peer Höfling von Marscheider Versicherungen, beleuchten das Thema "IT-Sicherheit" aus verschiedenen Perspektiven, aber immer aus Sicht kleiner und mittlerer Unternehmen. Anmeldungen sind noch kurzfristig möglich unter hertel@bayreuth.ihk.de.

Ansprechpartner

Peter Wilfahrt

Peter Wilfahrt

Peter Belina

Peter Belina


Stv. Leiter Bereich Kommunikation

Geschäftsführer IHK-Gremium Lichtenfels
Geschäftsführer Wirtschaftsjunioren Oberfranken
Kreisgeschäftsführer Wirtschaftsjunioren Lichtenfels

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