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Verordnung zu Verdunstungskühlanlagen: Abfrage zu Messwerten und weitere Informationen

Das BMUB plant eine neue Bundesimmissionsschutzverordnung zu Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern. Diese soll in Kürze in die Verbändeanhörung gehen. Um eine Diskussionsgrundlage für Gespräche mit Entscheidungsträgern zu haben, bitten wir Sie um eine Rückmeldung zur Höhe der gemessenen Werte für Legionellen in Ihren entsprechenden Anlagen.

Nach den Legionellenausbrüchen in Ulm im Jahr 2010 und in Warstein im August 2013 hat das BMUB an einer neuen Bundesimmissionsschutzverordnung zu Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern gearbeitet. Der Referentenentwurf dazu ist gegenwärtig in der Ressortabstimmung und soll voraussichtlich im Januar 2016 zur Anhörung an die Verbände verschickt werden.

Die Verordnung soll für Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheider gelten. Gewisse Ausnahmen (Bsp. geschlossene Kreisläufe, Befeuchtungseinrichtungen, „Indoor“-Anlagen, Anlage mit mehr als 60 °C) sollen vorgesehen sein.

Durch die Verordnung wird es umfassende generelle Betreiberpflichten (Anzeige- und Prüfpflichten) geben und eine Überwachung durch Sachverständige vorgesehen sein.

Die Verordnung soll zudem Prüf- und Maßnahmewerte für die Konzentration von Legionellen im Kühlwasser/Waschwasser enthalten (siehe auch VDI-RL 2047 Blatt 2). Diese sind relevant für nachfolgende verpflichtende Maßnahmen, die den Anlagenbetreiber dann treffen bzw. die dann auch ggf. die Behörde ergreifen kann:

  • Bis zu einer Legionellenkonzentration von 100 KBELeg/100 bestehen die „allgemeinen“ Überwachungspflichten nach der Verordnung.
  • Ab einer Legionellenkonzentration von 100 KBELeg/100 ml sind abgestufte zusätzliche Maßnahmen vom Betreiber der Anlage zu ergreifen.
  • Ab einer Legionellenkonzentration von 10.000 KBELeg/100ml müssen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr getroffen werden; dies kann auch die Anordnung der Abschaltung der Anlage durch die Behörde sein.

Es gibt gewisse Anzeichen dafür, dass die von der Verordnung betroffenen Anlagen teilweise Werte oberhalb der relevanten ersten Schwelle von 100 KBELeg/100ml erreichen. Dies würde für den Anlagenbetreiber ein permanentes umfangreiches Maßnahmenprogramm nach sich ziehen. Um in eine mögliche Diskussion über die Schwellenwerte einsteigen zu können, ist es wichtig, dass wir einen Überblick über Werte haben, die in den Branchen bzw. Unternehmen regelmäßig gemessen werden.

Wenn Sie solche Anlagen betreiben und bei Ihnen entsprechende Messwerte zu Legionellen vorliegen, bitten wir Sie uns diese zukommen zu lassen. Insbesondere auch, wenn Sie eine nicht genehmigungsbedürftige Anlagen betreiben. Wichtig wären dabei die Branche, Anlagenart und die gemessenen Werte. Wir behandeln die Daten selbstverständlich vertraulich.

Um Ihre Rückmeldung noch berücksichtigen zu können, müssen die Angaben bis 08.01.2016 bei lechner@bayreuth.ihk.de eingehen.

Ansprechpartner

Frank Lechner

Frank Lechner


Bereich Innovation.Unternehmensförderung
Leiter Referat Umwelt/Energie