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Weiterbildungsstipendium

Bereits seit 25 Jahren gibt es das Programm „Begabtenförderung berufliche Bildung“, das durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) getragen wird. Von Beginn an eröffnete es Absolventinnen und Absolventen einer Ausbildung die Chance, sich mit einem „Weiterbildungsstipendium“ weiter zu qualifizieren.

Junge Menschen, die ihre besondere Leistungsfähigkeit schon während ihrer Ausbildung unter Beweis gestellt haben, die sich weiterqualifizieren möchten und auch für die Zukunft eine hohe Leistungsbereitschaft versprechen, stehen im Mittelpunkt dieses Förderprogramms.

Allein im Kammerbezirk der IHK für Oberfranken Bayreuth profitierten bereits rund 1.380 Stipendiatinnen und Stipendiaten von den Leistungen des Weiterbildungsstipendiums.

Stipendiaten des Förderprogramms erhalten für einen Zeitraum von drei Jahren Zuschüsse zu den Kosten von Bildungsmaßnahmen. Pro Jahr stehen ihnen um die 2.400 Euro, also insgesamt bis zu 7.200 Euro, an Fördermitteln zur Verfügung. Unterstützt wird die Teilnahme an anspruchsvollen Weiterbildungen sowie an Bildungsmaßnahmen, die der Entwicklung fachübergreifender, persönlicher und sozialer Kompetenzen dienen. Sie sollen auf fachliche und überfachliche Qualifikationen für den Beruf und die Entfaltung der Persönlichkeit zielen.

Die IHK für Oberfranken Bayreuth betreut derzeit in ihrem Zuständigkeitsbereich 153 Stipendiaten, davon sind etwa die Hälfte junge Frauen. Hoch im Kurs der Stipendiaten stehen Lehrgänge in neuen Technologien und Arbeitstechniken, Maßnahmen der gewerblichen und kaufmännischen Aufstiegsfortbildung, Sprach- und EDV-Kurse, Seminare sowie berufsbegleitende Studiengänge. Studiengänge sind förderfähig, wenn

  • weiterhin ein regelmäßiges Arbeitsverhältnis von mindestens 15 Wochenstunden besteht und
  • diese auf Ausbildung oder Berufstätigkeit der Stipendiaten aufbauen.

Wer in Vollzeit studiert oder vor Aufnahme in das Förderprogramm bereits ein Hochschulstudium abgeschlossen hat, kann nicht gefördert werden.

Bildungsmaßnahmen, die bereits vor Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium begonnen wurden können nur gefördert werden, wenn

  • die Maßnahme noch mindestens 6 Monate nach Aufnahme in das Förderprogramm läuft,
  • der Antrag auf Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium vor Beginn der Maßnahme gestellt wurde,
  • die Maßnahme konkret im Antrag auf Aufnahme genannt wurde.

Ansonsten gilt: Maßnahmen, die zwar nach der Aufnahme begonnen wurden, der 1. Antrag auf Bezuschussung aber nicht vor Beginn der Maßnahmen gestellt wurde, sind nicht förderfähig!

Das Programm hat sich bewährt und wird auch im Jahr 2017 mit hoher Priorität verfolgt und fortgeführt. Berufliche Qualifikation gehört zu den entscheidenden Ressourcen, die Wachstums- und Beschäftigungsperspektiven wesentlich beeinflussen. Das Weiterbildungsstipendium baut jungen Ausbildungsabsolventen eine finanzielle Brücke in eine berufliche Weiterbildung. Dadurch macht das Programm die berufliche Bildung bekannter und attraktiver und hilft dabei, die Fachkräfte von morgen zu sichern.

Die IHK für Oberfranken Bayreuth ist für die Durchführung in ihrem Kammerbezirk zuständig. Sie entscheidet in einem Auswahlverfahren über die Aufnahme in das Förderprogram, die Verteilung der Stipendienplätze nach Berufen und über die Förderfähigkeit der Bildungsmaßnahmen. Sie veranlasst die Auszahlung der Fördermittel an die Stipendiaten und überwacht die ordnungsgemäße Verwendung dieser. Diese Aufgaben erledigt die Kammer ohne Kostenerstattung. Sie leistet damit einen eigenen Beitrag zur gezielten Förderung von leistungsstarken Absolventinnen und Absolventen einer dualen Berufsausbildung.

Voraussetzung für die Bewerbung um einen Platz im Weiterbildungsstipendium ist ein Notendurchschnitt von besser als „gut" im Prüfungszeugnis der IHK oder eine besonders erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen Berufswettbewerb oder ein begründeter Vorschlag des Betriebes oder der Berufsschule. Die Bewerber dürfen zum Zeitpunkt der Aufnahme das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und müssen in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder Leistungen über die Agentur für Arbeit beziehen (zu Anrechnungsmöglichkeiten von Erziehungszeiten, etc. siehe Richtlinien unter www.weiterbildungsstipendium.de).

Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung im Zuständigkeitsbereich der IHK für Oberfranken Bayreuth, die für ein Weiterbildungsstipendium in Frage kommen, werden zu gegebener Zeit automatisch mit den notwendigen Bewerbungsunterlagen angeschrieben.

Unter www.weiterbildungsstipendium.de stehen allen Interessenten Informationen der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) zur Verfügung. Neben allgemeinen Hinweisen, Zuständigkeiten und Erfahrungsberichten gibt es eine Reihe von interessanten Querverweisen.

IHK-Lehrstellenbörse

In der bundesweiten IHK-Lehrstellenbörse können Unternehmen kostenlos ihre offenen Praktikums-, Ausbildungs- und Verbundstudienplätze anbieten. Interessenten können in ganz Deutschland nach freien Stellen suchen, sich Merklisten anlegen und automatisiert über neue Angebote informieren lassen.

Bayerische Ausbilderakademie

Die Bayerische Ausbilderakademie ist ein Gemeinschaftsprojekt der bayerischen Industrie- und Handelskammern. Sie ist die Audit- und Zertifizierungsstelle für die Weiterbildung von betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern.

Aktion gegen Ausbildungsabbruch

Der Senior Experten Service (SES) hat zusammen mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft die Initiative "VerA" aufgelegt. "VerA" steht für Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Ausbildung durch SES - Ausbildungsbegleiter. "VerA" ist bundesweit ein Angebot an alle, die während ihrer Ausbildung in Schwierigkeiten geraten. Die Idee dahinter: Jugendliche aber auch Umschüler erhalten individuelle und regelmäßige Unterstützung von ehrenamtlichen Ausbildungsbegleiterinnen und -begleitern.

Ansprechpartner

Stefanie Brunner

Stefanie Brunner


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