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Wohnimmobilienverwalter

Übergangsfrist für Wohnimmobilienverwalter abgelaufen

Seit dem 1. August 2018 wird für die Wohnimmobilienverwaltung eine gewerberechtliche Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Nr. 4 Gewerbeordnung (GewO) benötigt. Für Gewerbetreibende, die bereits vor diesem Stichtag als Hausverwalter tätig waren, bestand zunächst eine Übergangsfrist für die Beantragung der Erlaubnis, die nunmehr am 1. März 2019 abgelaufen ist.

Wurde der Erlaubnisantrag rechtzeitig innerhalb der Frist (d. h. spätestens am 01.03.2019) bei der IHK für München und Oberbayern als zuständiger Erlaubnisbehörde eingereicht, darf die Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter während des noch laufenden Erlaubnisverfahrens auch nach dem 1. März 2019 weiter ausgeübt werden. Der Versicherungsschutz durch die erforderliche Berufshaftpflichtversicherung muss allerdings auch in diesen Fällen ab März dieses Jahres bestehen.

Wohnimmobilienverwalter, die bereits vor dem 1. August 2018 als Hausverwalter tätig waren, den Erlaubnisantrag jedoch nicht fristgerecht innerhalb der Übergangsfrist gestellt haben, dürfen ihre Tätigkeit hingegen nicht mehr ausüben, bis ihnen die hierfür erforderliche Erlaubnis erteilt wurde. Eine Verlängerung der Übergangsfrist ist nicht möglich.

Gewerbetreibende, die eine Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter neu aufnehmen möchten, müssen seit dem 1. August 2018 zwingend vorab über die Erlaubnis verfügen.

Regelmäßige Updates zu Gesetzesänderungen finden Sie sowohl auf unserer Homepage als auch in der Oberfränkischen Wirtschaft oder unserem Newsletter.

Tipp: Hinweise zur Gestaltung des Impressums bis zum Abschluss des Erlaubnisverfahrens (bei Inanspruchnahme der Übergangsregelung) und für die Zeit nach Erlaubniserteilung finden Sie in unserem Merkblatt „Internet-Impressum“.

Für die gewerbliche Wohnimmobilienverwaltung wird seit dem 1. August 2018 eine Erlaubnis nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Gewerbeordnung (GewO) benötigt. Verwalter von Gewerbeimmobilien, Grundstücken und eigenen Wohnungen sind hiervon jedoch nicht betroffen.

Um die Erlaubnis zu erhalten, müssen die persönliche Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse und eine Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen werden. In Bayern (Ausnahme IHK Aschaffenburg) ist die IHK für München und Oberbayern als zentrale Stelle für die Erlaubniserteilung zuständig.

Wohnimmobilienverwalter sind nun zudem seit dem 1. August dazu verpflichtet, sich innerhalb eines Zeitraums von 3 Jahren im Umfang von 20 Stunden fortzubilden. Diese Verpflichtung besteht auch für Mitarbeiter, die unmittelbar bei der Immobilienverwaltung mitwirken. Der erste Weiterbildungszeitraum umfasst die Kalenderjahre 2018 bis 2020, sofern bereits in diesem Jahr eine Tätigkeit in der Wohnimmobilienverwaltung besteht. Die Einzelheiten der Weiterbildungspflicht sind in der Makler- und Bauträgerverordnung geregelt.

Hinweis: Wenn Sie schon vor dem 01.08.2018 Wohnimmobilien verwaltet haben und sich weiterhin in diesem Bereich betätigen möchten, gilt für Sie eine Übergangsfrist bis zum 1. März 2019, innerhalb derer die Erlaubnis beantragt werden muss. In diesem Fall darf die Tätigkeit noch bis zum Ablauf der Übergangszeit ohne bestehende Berufshaftpflichtversicherung ausgeübt werden. Die Weiterbildungspflicht ist jedoch auch hier bereits für das Kalenderjahr 2018 zu erfüllen.

Weitere Informationen zum Erlaubnisverfahren und den Berufspflichten von Wohnimmobilienverwaltern erhalten Sie in unseren Merkblättern.

Antragsunterlagen

Merkblätter:

249 KB
191 KB

Rechtsgrundlagen:

§ 34c Gewerbeordnung (GewO)
Verordnung über die Pflichten der Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer und Wohnimmobilienverwalter (MaBV)

Finanzanlagenvermittler

Hier finden Sie Informationen zu den Antragsunterlagen, zum Erlaubnis- und Registrierungsverfahren und zur Sachkundeprüfung Finanzanlagenfachmann/-frau (IHK).

Ansprechpartner

Susanne Göller

Susanne Göller


Bereich Recht und Steuern
Leiterin Referat Gewerbe- und Wirtschaftsverwaltungsrecht
Branchenbetreuerin Dienstleistungen