18.05.2020

Neustart für alle als Ziel

IHK fordert von der Politik stimulierende Impulse für die Unternehmen
Die Corona-Pandemie hat auch die oberfränkische Wirtschaft fest im Griff. Viele Teile der Gesellschaft leiden unter Einschränkungen, auch viele Unternehmen in nahezu allen Branchen. „Mit Erleichterung nehmen wir zur Kenntnis, dass inzwischen erste Maßnahmen zur Lockerung der Corona-Beschränkungen umgesetzt werden. Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmen wird die Rückkehr zu einem geordneten Geschäftsbetrieb ermöglicht, wenn auch weiterhin unter Einschränkungen. Wir wollen einen breit angelegten Neustart. Es braucht nun gezielte stimulierende Impulse aus der Politik, damit unsere Betriebe schnell zu alter Stärke zurückkehren können“, so IHK-Präsidentin Sonja Weigand.
Gemeinsam mit den anderen bayerischen Industrie- und Handelskammern hat die IHK für Oberfranken Bayreuth ein Konzeptpapier erstellt, das den nächsten Schritt plant. „Das von uns vorgeschlagene Konjunkturpaket ist breit angelegt, denn jede Branche ist von Corona getroffen und braucht Anschub. Die einen mehr, die anderen weniger“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner. Das Konzeptpapier mit dem Titel „Neustart für alle“ besteht aus zwei Bausteinen, einem Belastungsmoratorium und einem steuerlichen Erleichterungs- und Investitionspaket.
Neben Perspektiven auf weitere Öffnung der Corona-Beschränkungen setzen sich die bayerischen IHKs dafür ein, alle Unternehmen von Vorschriften zu entlasten und ihnen mit weniger Bürokratie beim Neustart zu helfen. „Unsere Unternehmen müssen sich jetzt voll und ganz auf ihr operatives Geschäft konzentrieren können und dürfen nicht durch neue, oft unnötige politische Belastungen zusätzlich gefährdet werden“, betont IHK-Präsidentin Sonja Weigand. Aus diesem Grund fordern die Kammern bis 2021 einen Aufschub für Gesetze, Verordnungen und sonstige regulative Vorhaben, die die Liquidität der Unternehmen zusätzlich belasten oder unnötigen bürokratischen Aufwand verursachen.
Für die Zeit nach der Krise setzt die IHK-Organisation auf ein 11 Punkte-Steuerpaket  für Erleichterungen, Liquidität und Investitionen. „Wir brauchen keine Insellösungen, sondern ein branchenübergreifendes Vorgehen mit Maßnahmen, die im Gesamtinteresse aller Unternehmen liegen und sich zielgenau gerade an die besonders betroffenen kleinen und mittleren Betriebe richten“, so Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner.
In Gesprächen mit Mandatsträgern auf Bundes- und Landesebene wird sich die IHK-Spitze nun für die Umsetzung der Vorschläge einsetzen. Dazu hat man bereits alle regionalen Abgeordneten informiert und um Unterstützung gebeten.