04.06.2019

„Lucas-Cranach-Campus“ als Zukunftsthema

IHK-Gremium diskutiert über Projekte für den Standort Kronach

 

Mit der aktuellen Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Kronach hat sich das IHK-Gremium Kronach in seiner letzten Sitzung in der Steinmühle der VR Bank Oberfranken Mitte befasst. So berichtete der Vorsitzende des IHK-Gremiums Kronach, IHK-Vizepräsident Hans Rebhan, von einer aufgehellten Stimmung bei den regionalen Unternehmen. „Natürlich drücken negative Nachrichten aus einzelnen Unternehmen auf die Stimmung, aber sind sowohl die aktuelle Geschäftslage wie auch die Erwartungen an die Zukunft optimistisch“, so Rebhan, der in diesen Tagen sein zehnjähriges Jubiläum als Gremiumsvorsitzender in Kronach begeht.
Viele Unternehmen könnten sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen gut auf den Märkten behaupten, was für den Standort Kronach eine gute Nachricht sei. Allerdings ist aus Rebhans Sicht nun die Staatsregierung aufgefordert, ihre Zusagen einzuhalten, um den Wirtschaftsraum Kronach auch in Zukunft stark und attraktiv zu halten. Als zentrales Zukunftsthema nannte Rebhan die Schaffung eines „Lucas-Cranach-Campus“ in Kronach. Hier gebe es bereits viele Gespräche und erste Konzepte, die nun mit den Vertretern der Staatsregierung diskutiert werden müssten.
Eine richtige Entscheidung sei auch die Erstellung eines Strukturentwicklungskonzeptes durch den Landkreis Kronach. Hier würden zunächst Expertengespräche mit Persönlichkeiten unterschiedlicher Interessengruppe und Workshops durchgeführt, um ein breiteres Meinungsbild zu den Entwicklungsperspektiven des Landkreises einzuholen. „Wir Unternehmer haben dabei die Möglichkeit, unsere Themen direkt zu adressieren und so ins Konzept einfließen zu lassen. Diese Chance sollten wir nutzen, gerade wenn es um Wirtschaftsförderung und Tourismus geht“, so Rebhan.
Intensivieren will das IHK-Gremium die Zusammenarbeit mit den Schulen im Landkreis. „Nahezu alle Schulen bieten künftig Berufsorientierung an, auch die Gymnasien. Hier werden wir das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und die Unterstützung der Wirtschaft anbieten, wenn es um Praktika, um Themen für Seminararbeiten oder eine konkrete Mitwirkung an Angeboten der Berufsorientierung geht“, erläuterte der Gremiumsvorsitzende.
Über die Aktivitäten des Campus Innovations Kultur (CIK) für innovative Existenzgründer informierte CIK-Geschäftsführer Dr. Thomas Kneitz. Das Projekt „eines Gründerzentrum für den hiesigen ländlichen Raum“ sei erfolgreich gestartet. Zu unterschiedlichen Themen habe man bereits erfolgreich „CIK-Gründertage“ durchgeführt, zuletzt mit über fünfzig Teilnehmern zum Thema Künstliche Intelligenz und Cyber Security bei der Firma Valeo in Neuses. In individuellen, persönlichen Beratungsgesprächen unterstütze der CIK zudem Gründer bei der Entwicklung ihres Geschäftsmodells. „Die Betreuung der CIK geht dabei von der ersten Idee bis zur Gründung und darüber hinaus. Außerdem begleitet der CIK bestehende Unternehmen bei der Lösung von unternehmerischen Fragestellungen wie etwa Nachfolgefragen“, so Dr. Kneitz.
Rainer Kober lobte in diesem Zusammenhang vor allem das Konzept der „Schülerseminare“, die besonders gut in Anspruch genommen werden. Schülerinnen und Schüler aus Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien kommen dabei alle 14 Tage zusammen, um unter der Moderation des CIK unternehmerische Themen zu diskutieren. „Die Schüler lernen von Praktikern und können so wertvolle Erfahrungen für die eigene Zukunft sammeln“, so Kober.