27.02.2020

China: Kampf um Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität

Coronavirus: IHK fasst Hinweise und Empfehlungen auf ihrer Homepage zusammen

Europäische Unternehmen in China haben aufgrund des Corona-Ausbruchs mit vielschichtigen Auswirkungen zu kämpfen, wie eine Blitzumfrage der IHK-Organisation zeigt. "Wir beobachten auch bei unseren Mitgliedern ein erhebliche Verunsicherung", so Gabriele Hohenner, Hauptgeschäftsführerin der IHK für Oberfranken Bayreuth. Die IHK hat deshalb viele Informationen und Empfehlungen für Unternehmen zu Corona auf bayreuth.ihk.de/coronavirus zusammengefasst.
Eine gemeinsame Blitzumfrage der Deutschen Handelskammer in China (AHK) und der Handelskammer der Europäischen Union in China zeigen, dass die Auswirkungen des Coronavirus auf die europäischen Unternehmen in China nicht unerheblich sind. 577 Unternehmen beteiligten sich an der Blitzumfrage, die vom 18. bis 21. Februar durchgeführt wurde.

Europäische Unternehmen in China erwarten Umsatzrückgang

Fast 90 Prozent der befragten europäischen Unternehmen in China berichten von mittleren bis hohen Auswirkungen. Fast die Hälfte der Befragten rechnet mit einem zweistelligen Umsatzrückgang für das erste Halbjahr 2020, ein Viertel davon sogar mit einem Umsatzrückgang von über 20 Prozent. Behinderungen ergeben sich dabei vor allem durch die verminderte Nachfrage, die Einhaltung von Lieferfristen wegen erheblicher Einschränkungen in der Logistik, dem Personalmangel und Produktionsverzögerungen aufgrund von Lieferengpässen.

Einheitliche Regelungen fehlen

Die größten Herausforderungen aber, so die Vertreter der AHK, seien bürokratische Hemmnisse. Das Spektrum reiche von unvorhersehbaren Regeln über stark restriktive Quarantäneanforderungen bis hin zu umfangreichen Voraussetzungen beim Neustart einer Produktion. Die Hälfte der Befragten sieht sich dabei mit inkonsistenten, widersprüchlichen und regional stark unterschiedlichen Regelungen konfrontiert. "Der Flickenteppich widersprüchlicher Regeln im Kampf gegen das Coronavirus hat Hunderte von Lehen hervorgebracht, die es nahezu unmöglich machen, Waren oder Menschen in China zu bewegen", so Jörg Wuttke, Präsident der Handelskammer der Europäischen Union in China.

Europaweit abgestimmtes Vorgehen erforderlich

"Die Situation in China macht klar, dass wir ein länderübergreifendes und abgestimmtes Vorgehen brauchen, wenn sich der Virus auch in Europa ausbreitet", so Gabriele Hohenner, Hauptgeschäftsführerin der IHK für Oberfranken Bayreuth. Höchste Priorität genieße der Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit und die Behandlung betroffener Personen. "Damit das Coronavirus aber keinen übermäßigen Einfluss auf die weitere Wirtschaftsentwicklung bekommt, brauchen wir aber auch ein einheitliches Vorgehen mit europaweit abgestimmten Maßnahmen", so Hohenner. Welchen negativen Einfluss unkoordinierte Maßnahmenpakete haben, mache die Situation in China deutlich.

Auf ihrer Homepage fasst die IHK für Oberfranken Bayreuth die wichtigsten Informationen und Empfehlungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zusammen. Das Spektrum reicht von empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen in Unternehmen, über aktuelle Informationen der Deutschen Handelskammer in China bis hin zu Fragestellungen im Zusammenhang mit Dienstreisen: bayreuth.ihk.de/coronavirus