13.05.2020

Für eine schnelle Öffnung der nationalen Grenzen

Sechs Wirtschaftskammern im bayerisch-tschechischen Grenzraum fordern eine Rückkehr zur vollen Freizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit
In einer gemeinsamen Stellungnahme appellieren die sechs Wirtschaftskammern im bayerisch-böhmischen Grenzraum für eine schnelle Öffnung der Grenzen.
Zu den größten europäischen Errungenschaften zählen der freie Verkehr von Personen, Gütern und Dienstleistungen. Längst ist die Wirtschaft Europas vielfältig miteinander verknüpft, gerade im grenznahen Raum ist ein Austausch von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft längst Alltag.
"In den vergangenen Wochen haben wir erfahren, wie wichtig die europäischen Werte der Freizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit sowohl für den Einzelnen, als auch für die  Wirtschaft sind", so Dr. Laura Krainz-Leupoldt, Vizepräsidentin der IHK für Oberfranken Bayreuth. "Unsere Unternehmen, aber auch unsere Mitarbeiter, haben dies in den vergangenen Wochen intensiv zu spüren bekommen. Lange Wartezeiten an den Grenzen und ständig neue Regelungen für unsere Pendler zehren nicht nur an den Nerven, sondern kosten auch Zeit und Geld."
Gerade in der Grenzregion, die vom grenzübergreifenden Waren- und Dienstleistungsverkehr lebt, summieren sich die negativen Auswirkungen durch die geschlossenen Grenzen.
Die Industrie- und Handelskammern Niederbayern, Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und für Oberfranken Bayreuth, die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz sowie die Wirtschaftskammern in Pilsen und Südböhmen fordern deshalb einhellig eine zügige Öffnung der nationalen Grenzen.
"Die Schließung der Grenzen war in einem ersten Schritt sicher geboten", so Krainz-Leupoldt. Deutschland und die Tschechische Republik haben inzwischen intensive Anstrengungen unternommen, und die Zahl der Neuinfektionen deutlich nach unten gedrückt.
Die erzielten Erfolge auf beiden Seiten der Grenze sind vergleichbar, ebenso die Infektionszahlen. "Unser Ziel muss es deshalb sein, Personenfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit wieder einzuführen", so Krainz-Leupoldt: "Denn jeder Tag der Abschottung gefährdet eine schnelle Erholung des EU-Binnenmarktes und stört den Zusammenhalt Europas."
Den gemeinsamen Appell zur zügigen Öffnung der nationalen Grenzen finden Sie im Anhang.