11.09.2019

Landkreis Kulmbach: Kommunen sind wirtschaftsfreundlich

Hebesatz der Grund- und Gewerbesteuer bleibt im Raum Kulmbach meist gleich


Die Stadt Kulmbach und der Großteil der Gemeinden im Landkreis Kulmbach zeichnen sich zum wiederholten Mal als besonders wirtschaftsfreundliche Kommunen in Oberfranken aus. Dieses Fazit zieht das IHK-Gremium Kulmbach aus der jüngsten IHK-Erhebung zur Entwicklung der Hebesätze für die Gewerbesteuer und die Grundsteuern in allen oberfränkischen Gemeinden, denn auf eine Erhöhung der kommunalen Steuern wird weitgehend verzichtet.
IHK-Vizepräsident Michael Möschel und IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner nehmen das zum Anlass, sich im Namen der regionalen Wirtschaft stellvertretend bei Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm zu bedanken. „Kommunale Steuern und Abgaben sind ein Standortfaktor, der nicht nur in Zeiten prosperierender Wirtschaft, sondern gerade auch bei sich eintrübender Konjunktur von großer Bedeutung ist. Der maßvolle Umgang mit diesen Steuern ist für uns aktive Wirtschaftspolitik jeder Gemeinde“, betonen die IHK-Vertreter in einem Schreiben an die Kommunalpolitiker.
Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth erhebt jährlich die Hebesätze für die Gewerbesteuer und die Grundsteuern A und B in allen oberfränkischen Gemeinden. Festgestellt wurde dabei, dass es bei 14 der 196 Gemeinden im Kammerbezirk Erhöhungen, bei zwei sogar Gemeinden Senkungen gab. In Stadt und Landkreis Kulmbach blieben die Hebesätze weitgehend unverändert. Lediglich Stadtsteinach erhöhte sowohl den Hebesatz für die Gewerbesteuer (von 332 auf 343) als auch für die Grundsteuer B (von 334 auf 344).
Generell musste im Kammerbezirk der IHK für Oberfranken Bayreuth ein leichter Anstieg des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von im letzten Jahr 348,4 auf 349,1 Prozentpunkte verzeichnet werden. Auch der der durchschnittliche Hebesatz für die Grundsteuer B im Kammerbezirk stieg von zuletzt 356,0 Prozentpunkten auf nunmehr 356,3 Prozentpunkte. Über die letzten Jahre ist laut IHK bei beiden Steuern ein deutlicher Trend nach oben zu verzeichnen. Im Landkreis Kulmbach liegt der Durchschnittswert des Gewerbesteuerhebesatzes aktuell nur bei 328,8 Punkten.
Für IHK-Vizepräsident Möschel, der auch Vorsitzender des IHK-Gremiums Kulmbach ist, bieten gerade die im kommunalen Bereich festlegbaren Steuersätze den Städten und Gemeinden eine Möglichkeit zur aktiven Förderung der lokalen Wirtschaft. „Unsere meist mittelständischen Unternehmen tragen über die Unternehmenssteuern zur Finanzierung der Kommunen bei. Zudem schaffen und sichern sie Arbeits- und Ausbildungsplätze. Wir verstehen niedrige Steuer-Hebesätze als Anerkennung der Stadt- und Gemeinderäte für diese unternehmerische Leistung. Aus diesem Grund hoffen und wünsche wir, dass diese Politik mit Augenmaß auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden kann“, so Möschel.