18.07.2019

Bewerberlücke bei der Ausbildung wächst weiter

522 mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr

 

Heute meldet der Bayerische Industrie- und Handelskammertag eine Bewerberlücke von 45.000 unbesetzten Lehrstellen. Für die oberfränkische Wirtschaft ist es auch dieses Jahr sehr schwer, ausreichend Bewerber für die vielen angebotenen Stellen zu finden. Anfang September, in nur wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr und nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit 4.397 in Oberfranken unbesetzt. Dagegen gibt es derzeit nur 1.777 Schulabgänger ohne eine fest vereinbarte Lehrstelle. Beim derzeitig absehbaren Überhang von 2.620 fehlenden Bewerbern ist laut IHK für Oberfranken Bayreuth schon abzusehen, dass 2019 erneut sehr viele Ausbildungsplätze in Oberfranken nicht besetzt werden können.
„Weil die dringend benötigten Fachkräfte auf unserem leergefegten Arbeitsmarkt kaum noch zu finden sind, bilden unsere Mitgliedsunternehmen ihr Personal selber aus. Bei 9.726 (+522 im Vergleich zum Vorjahr) Lehrstellen ist die Auswahl an attraktiven Ausbildungsplätzen in diesem Jahr so umfangreich wie nie zuvor“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner. „Beim erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung haben Oberfrankens Schulabgänger beste Chancen auf eine sichere berufliche Zukunft. Den jungen Menschen rate ich daher, diese Chance unbedingt wahrzunehmen. Aber auch alle, die bisher nicht den geeigneten Ausbildungsplatz gefunden haben, müssen weiter aktiv bleiben und sich weiter bewerben. Derzeit gibt es beste Chancen, Anfang September eine qualifizierte berufliche Ausbildung zu starten“, ermuntert die IHK-Hauptgeschäftsführerin.
Die Ende Juni veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon haben die Industrie und Handelskammern in Oberfranken 9.726 Lehrstellen für Azubis aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Das steht für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Danach folgen Handwerk und freie Berufe.