Die Weiterbildung für Oberfranken

Fördermöglichkeiten

Aufstiegs-BAföG

Alle Teilnehmer an Kursen, die auf öffentlich-rechtliche bzw. staatlich anerkannte Abschlüsse (Meister, Fachwirte, Fachkaufleute, Betriebswirte etc.) in Voll- oder Teilzeit vorbereiten und mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen, haben Anspruch auf Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), genannt Aufstiegs-BAföG. Zudem zählen zu den Voraussetzungen, dass die Weiterbildungskosten von dem Teilnehmer und nicht von dem Arbeitgeber übernommen werden, noch kein Abschluss auf gleicher Ebene absolviert wurde und die Weiterbildungsveranstaltungen regelmäßig besucht werden.

Was wird gefördert?

Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren; die Förderung erfolgt durch Zuschuss in Höhe von 40 Prozent (nicht rückerstattungspflichtig). Für die Restsumme (60 Prozent) kann ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Bei bestandener Prüfung werden 40 Prozent der Darlehenssumme erlassen. (Siehe Beispielrechnung).
Für Anträge und Auskünfte sind in den Landratsämtern bzw. kreisfreien Städten die Ämter für Ausbildungsförderung zuständig.
Lehrgangskosten z. B. Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in (IHK) 2.950,00 €

Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung

Seit 1. September 2013 erhalten alle erfolgreichen Absolventen der beruflichen Weiterbildung (Meister, Fachwirte, Fachkaufleute, Betriebswirte etc.) einen Meisterbonus. Ab Juni 2019 beträgt dieser 2.000,00 €. Um den Meisterbonus zu erhalten, muss die Prüfung vor einer bayerischen zuständigen Stelle abgelegt werden (z. B. vor einer IHK in Bayern) und der Absolvent muss zum Zeitpunkt der Prüfung seinen Hauptwohnsitz oder seinen Beschäftigungsort in Bayern haben. Alle Berechtigten werden von der prüfenden Stelle nach endgültig bestandener Prüfung automatisch angeschrieben. Ein Antrag ist dafür nicht zu stellen.

Weiterbildungsstipendium – Begabtenförderung

Junge Menschen, die bereits während der Ausbildung ihre Leistungsbereitschaft unter Beweis stellen und die Abschlussprüfungen mit einem Notendurchschnitt von 87 Punkten und besser bestehen, können sich um ein Weiterbildungsstipendium der Bundesregierung bewerben. Stipendiaten des Förderprogramms der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung erhalten für einen Zeitraum von drei Jahren Zuschüsse von bis zu 7.200 € für Weiterbildungsmaßnahmen. Gefördert wird die Teilnahme an anspruchsvollen, fachbezogenen Weiterbildungen sowie an Bildungsmaßnahmen, die der Entwicklung fachübergreifender, persönlicher und sozialer Kompetenzen dienen. Da es in der Regel mehr Bewerber als Stipendiumsplätze gibt, entscheidet ein Auswahlverfahren über die Aufnahme, zudem darf zum Zeitpunkt der Aufnahme die Altersgrenze von 25 Jahren noch nicht überschritten sein.

Steuerliche Förderung

Steuerpflichtige Personen können Aufwendungen für die Fortbildung im ausgeübten Beruf als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Hierzu zählen Lehrgangskosten, Prüfungsgebühren, Literatur, Arbeitsmittel, Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand usw.
Weitere Infos erhalten Sie von Ihrem Steuerberater oder vom Finanzamt.